"Eat, sleep, FLY, repeat" - zwei Wochen lang

unsere Flugzeuge bereit zum Start (GW) Sommer heißt gutes Wetter. Für die meisten bedeutet das: wegfliegen, für uns bedeutet das: hier fliegen - und das so viel wie möglich.

Daher haben wir uns riesig auf unser alljährliches "Ferienfliegen" vom 15. bis zum 28. Juli gefreut. Das heißt: Jung und Alt, Unerfahren und Geübt,  aus unserem Verein und zu Gast - alle sind eingeladen. Es wird zusammen gefrühstückt und aufgebaut, nach dem Flugbetrieb gibt es selbstgekochtes Essen und wir lassen den Abend gemütlich ausklingen. Wer mag, übernachtet auf dem Flugplatz, an Schlechtwettertagen gibt es ein Alternativprogramm.
Im Vordergrund steht natürlich die Fliegerei, denn vor Allem die Segelflieger*innen wollen gutes Wetter mit Thermik voll ausnutzen. Die diesjährige Bilanz zeigt erneut, wie sehr sich so ein Fliegerlager lohnt: über 250 Starts und über 150 Flugstunden von Segelflugzeugen, dabei ein erster Alleinflug (Glückwunsch an Felix!) und viele weitere neue fliegerische Erfahrungen für junge und werdende Pilot*innen.


die Satteljurte ist aufgebaut!
der Sonnenaufgang aus der Luft
Die EDEL-Jugend im Kletterwald
Wir sind startbereit!
2019 07 23 23imKornfeld

gemeinsames Frühstück vorm Fliegen


 

Schon vor offiziellem Beginn des Ferienlagers bauen wir gemeinsam die von den Bad Kreuznacher "Royal Rangers"-Pfadfindern ausgeliehene Satteljurte (herzlichen Dank nochmals für die Leihgabe und Aufbauhilfe!) auf und übernachten schonmal am Flugplatz. Beim Eröffnungsbriefing legen wir neben allerlei anderem Organisatorischen direkt Küchendienste und den üblichen Tagesablauf fest:
   08:00: Aufbau von Flugzeugen und Co, der Küchendienst bereitet das Frühstück vor
   09:00: gemeinsames Frühstück
   10:00: Beginn Flugbetrieb
Die Abende werden etwas flexibler gestaltet, um die Zeiten der Wetterlage anzupassen.

 Die erste Woche hält durchgehend gutes Wetter bereit, sodass wir jeden Tag fleißig fliegen können.
Schon bald steht etwas Besonderes auf dem Plan: Wie jedes Jahr wollen wir ein   Sonnenaufgangsfliegen veranstalten. Oft wurde dieser Plan durch morgendlichen Bodennebel vereitelt, heute bleibt die Luft aber zum Glück klar. Also: Aufbauen um 03:30, um vor Sonnenaufgang um 05:02 flugbereit zu sein. Sowohl mit Segelflugzeugen als auch mit Motorflugzeugen geht es dann endlich hoch in die noch sehr ruhige Luft. Dort blinzelt uns die am Boden noch nicht aufgegangene Sonne an - wie jedes Mal ein wunderschönes Erlebnis! Später beenden wir den Flugtag gemütlich mit einem Lagerfeuer an der Nahe.
Nach so vielen Flügen, ist es irgendwann trotz guten Wetters Zeit zum "Neutralisieren". Das heißt, es gibt einen Tag Pause vom Fliegen, um danach erholt und mit neuer Energie wieder "fliegereische Höchstleistungen" erbringen zu können. Denn auch der Flugsport ist anstrengend. Wir nutzen den freien Tag zum Ausschlafen und zur Materialpflege. Lepos, Startbus und Winde werden aufgeräumt und gereinigt. Nach der Arbeit kommt bekanntlich das Vergnügen, also entscheiden wir uns nach einigem Hin- und Herfür einen Ausflug in den Kletterwald auf dem Neroberg. Das gemeinsame Bewältigen verschiedener (auch der schwersten) Parcours ist anstrengend, lustig und bringt uns als Jugendgruppe auch außerhalb der Fliegerei noch weiter zusammen.  Für Samstag hat die Alt-Jugend des Flugplatz' in Dannstadt zu ihrer alljährlichen Beach-Party eingeladen. Also machen wir uns im geliehenen Kleinbus auf den Weg. Schon während der dreiviertelstündigen Fahrt hören wir gutgelaunt Musik und stimmen uns so auf den Abend ein. Auf dem dortigen "Segelfluggelände Ludwigshafen-Dannstadt" werden wir direkt von bereits bekannten Segelflieger*innen begrüßt und fühlen uns so direkt sehr wilkommen. Erst wird gegrillt, dann startet die Party zwischen Lagerfeuer und See. Die beiden dort ansässigen Flugvereine SSV Ludwigshafen und SFG Giulini haben eine berüchtigte Tradition - das "Tümpeln". Bei diesem Schabernack schmeißen Vereinskameraden sich gegenseitig in den See und genau das passiert im Laufe des Abends natürlich auch zwei Jugendlichen unseres Vereins.
Während der deutlich ruhigeren und verschlafeneren Rückfahrt am nächsten Mittag wandern unsere Blicke sehnsüchtig gen Himmel mit 3/8 Bedeckungsgrad von Cumulanten - also perfektem Streckenflugwetter. Wieder am Heimatflugplatz angekommen können einige von uns dann noch schöne Flüge hinlegen. Später spannen wir unser neues Volleyballnetz zwischen zwei Segelfluganhängern, um beim nächsten Volleyballturnier der Luftsportjugend RLP etwas besser abzuschneiden als das letzte Mal.

Die zweite Woche beginnt mit einem wichtigen Schritt in der fliegerischen Ausbildung unseres Flugschülers Felix. Am Montag Nachmittag durfte er sich "freifliegen", also seinen ersten Flug ohne Fluglehrer wagen. Drei Alleinflüge meisterte er souverän mit schönen Landungen und wurde dafür abends nach alter Tradition mit A-Schwinge und Brennnesselstrauß belohnt. Auch für mich steht ein wichtiger Schritt in der fliegerischen Ausbildung an - bei wolkenlosem Himmel will ich mich an meinem 50km-Flug probieren. Nach einem deutlich längerem Flug (140km) schaffe ich es leider nicht mehr zurück zum Flugplatz und muss die ASK23 in einem Kornfeld bei St. Goar landen, eine Außenlandung also - naja, auch eine Erfahrung wert.
Die extrem heißen Tage verbringen wir entspannt. Nach einem Tag in und an der kühlen Nahe starten wir erst abends und genießen dieses Mal den Sonnenuntergang aus luftiger Höhe. Als weiteren Alternativprogrammpunkt besuchen wir das Institut für Physik der Atmosphäre in Mainz. Dort dürfen wir ein Hagelkorn im vertikalen Windkanal schweben lassen, den horizontalen Windkanal bestaunen und Interessantem über Atmosphärenforschung lauschen - danke nochmals an alle, die sich dort Zeit für uns genommen haben!
Dann ist wieder Fliegen angesagt, aber durch ein vorbeiziehendes Gewitter können wir nicht den gesamten Tag nutzen. Nach weiteren spektakulären Gewittern in der Nacht spielt das Wetter an den beiden letzten Tagen des Ferienfliegens nicht mehr mit und der Flugbetrieb fällt leider ins Wasser. In der dadurch entstandenen freien Zeit basteln wir Fotocollagen als Dankeschön für die Pfadfinder und als Erinnerung für uns.

Beim gesamten Ferienlager haben jugendliche Segelflieger*innen aus Bad Sobernheim und Dannstadt teilgenommen, genauso, wie wir vorher zum Sobernheimer Ferienlager eingeladen waren. Diesen Austausch zwischen den Vereinsjugenden, wie er auch auf der Party in Dannstadt zu spüren war, finden wir toll und freuen uns drauf, mehr zusammen zu planen und zu unternehmen.
Das Ferienfliegen hat sich also mal wieder in jeglicher Hinsicht gelohnt - natürlich haben wir fliegerisch viel erlebt und dazugelernt, aber auch abseits der Fliegerei hatten wir alle eine großartige Zeit.

Segelflug ist ein Teamsport und auch dieses Ferienfliegen wäre natürlich nicht ohne so viele helfende Hände möglich gewesen. Daher auch hier nochmal ein riesiges Dankeschön an unseren Jugendleiter Olli für die Organisation, an die Fluglehrer (besonders Martin aus Bad Sobernheim), an die Scheininhaber*innen und alle anderen, die uns auf jegliche Art und Weise unterstützt haben!

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