Modernisierungen für mehr Sicherheit - gut unvestiertes GeldMike Rheinbay, Flugleiter im elektronisch aufgerüsteten Turm
Regelmäßig finden sich neue Bewerber, die Mitglied im ACRN werden möchten, über ungenügenden Zulauf kann sich der zweitgrößte Flugsportverein in Rheinland-Pfalz auch im Jahr 2013 nicht beschweren. Die hervorragende Lage, der umfangreiche Flugzeugpark und die vergleichsweise moderaten Preise haben sich herumgesprochen.  Neben den modernen Motor- und Segelflugzeugen hat der Verein in den vergangenen Jahren beharrlich sein Konzept der Modernisierung fortgeschrieben. Ein elektronisches Reservierungssystem (RESI) wurde eingeführt und trägt nach einigen Anfangsproblemen mittlerweile zum reibungslosen Flugalltag bei. Es hat organisatorisch entlastet und sorgt für bessere Auslastung der Flugzeuge. Verfügbarkeit und Zustand der Flugzeuge sind jederzeit online einsehbar. Eine Freigabe erfolgt zudem nur mit Medical- und Lizenzüberwachung - eine Kontrollfunktion, die dem Verein zusätzliche Sicherheit zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften bringt. 

Zudem ist die Erweiterung des Turms einen gewaltigen Schritt vorwärts gekommen und auch der steht jetzt äußerst modern da. Ganz wesentlich war dabei das upgrade auf ein Zwei-Monitor-System. "Seit April 2012 hat es sich inzwischen bewährt und es war ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung noch mehr Sicherheit für den Flugplatz in Langenlonsheim", so kommentiert Mike Rheinbay die Modernisierung. Er hat die Umrüstung vorgeschlagen, geplant und umgesetzt. Von Gesprächen mit Herstellern, Zusammensetzung und Kauf der Komponenten bis hin zum betriebsfertigen Einbau vergingen über ein halbes Jahr. Eine 'one man show' mit Hard- und Software, Einbau, zusätzlichen Außeninstallationen von Antenne und Kameras. Eine überragende Eigenleistung, die den kompletten Preis einer solchen Installation (normalerweise rund 20 tausend Euro) für den Aero-Club erheblich günstiger gemacht hat - gut wenn ein Verein solche 'Macher' hat.

Multi-Informations-System mit zwei Breit-Bildschirmen

Mike Rheinbay erklärt weiter, welche Vorteile die Maßnahmen bringen: "Ein Ziel war es, alles ergonomisch zu gestalten. Die Winddaten sollten weg von alten Rundinstrumenten auf die Monitore wandern. Auch die Rundumsicht nach draussen musste besser werden. Jetzt können wir durch Kamerabilder zusätzlich bislang nicht einsehbare Bereiche im Süden der Start- und Landebahn überwachen. Weiterhin entspricht unser Radarsystem nun dem der modernen zivilen Luftfaht. Und 'last but not least', haben wir eine Verbesserung in Verständlichkeit und Reichweite des Funks, dabei können unsere Flugleiter, je nach persönlicher Vorliebe, zwischen Stativmikro, Handmikro oder Headset wählen."