Gelungene Fusionsabstimmung legt  Grundstein für  Flugsportler in Langenlonsheim

Langenlonsheim.  Es sollte ein denkwürdiges Datum in der Geschichte zweier Flugvereine werden. Über hundert Mitglieder des Aero-Club Bingen Langenlonsheim und des Flugsportverein Bad Kreuznach drängen sich am 3. Februar in einer Binger Hotel-Lobby. Das Binger NH Hotel wurde zum entscheidenden Abstimmungsort für das „Projekt Zukunft". Diese richtungsweisende Bezeichnung für die angestrebte Fusion benutzt der 1. Vorsitzende des  Aero-Clubs, Erwin Zimmer, besonders gerne.

 Bereits im Vorfeld hatte es immer wieder Diskussionen gegeben und auch Probeabstimmungen. Das sollte den Weg ebnen, denn Widerstände durch gewachsene Vereinsstrukturen waren nicht zu unterschätzen. „Die Vorbereitung war gut, mehr kann man nicht machen. Aber wie es ausgeht, weiß man immer erst hinterher", beurteilte Erwin Zimmer die Situation zu Beginn der Veranstaltung.

Eine gewisse Anspannung lag in der Luft, nicht nur bei den Vorstandsmitgliedern beider Vereine. So halfen dann auch die einleitenden Worte eines Gastredners. Der Präsident des Luftsportverbands Rheinland-Pfalz, Ernst Eymann, kam nach eigenem Bekunden gern zu diesem Ereignis nach Bingen. Er zeigte sich zunächst erfreut über die respektable Anzahl der Abstimmungswilligen. Das sei ein gutes Beispiel gelebter Demokratie. In den Mittelpunkt seiner Rede stellte Ernst Eymann dann die Solidarität. Die Solidarität einer Gemeinschaft und die ihr innewohnende umfassende Kompetenz könne vieles bewirken. Er erwarte künftig noch mehr Auseinandersetzungen zwischen den Interessen der gewerblichen Luftfahrt und den berechtigten Ansprüchen des Luftsports. Dem müsse insbesondere die Kraft einer Gemeinschaft gegenüberstehen, die sich noch enger zusammenschließt, so Ernst Eymann. Der Rheinland-Pfälzische Luftsportverband ist organisiert im Deutschen Aero-Club.

Die dann folgenden Abstimmungen der beiden Luftsportvereine verliefen unter notarieller Aufsicht. Prof. Dr. Christopher Keim aus Bingen begleitete Fusionsvertrag und Abstimmung und hatte keinerlei Einwände. Das offizielle Ergebnis: Von insgesamt 118 abgegebenen Stimmen aus den Vereinen gab es lediglich 7 Nein-Stimmen. Ein überwältigend klares Bekenntnis für eine Verschmelzung der beiden Vereine. „Einiges an Hausaufgaben ist nun noch zu leisten, aber wir werden in Kürze die Eintragung in das Binger Vereinsregister beantragen, so Erwin Zimmer nach der gelungenen Abstimmung. Gemäß dem Fusionsvertrag wird sich der neue Verein dann „Aero-Club Rhein-Nahe e.V. nennen.

Symbolisch für die neue gemeinsame Stärke reichten sich die beiden Vorsitzenden der Vereine die Hände. Herbert Luchetta für den Flugsportverein Bad Kreuznach und Erwin Zimmer für den Aero-Club Bingen-Langenlonsheim. Sie seien glücklich und zufrieden über diese Fusion, äußerten sich beide unisono. Nun könne man unter wirtschaftlichen Aspekten einen gemeinsamen Flugzeugpark in Richtung bezahlbares Fliegen entwickeln. Das heißt, Überkapazitäten werden abgebaut und modernes Fluggerät behalten. Auch Hallen und Gelände sollen optimiert genutzt werden. Wichtig sei auch, dass die Anwohner von der Fusion profitieren, so Erwin Zimmer. „Es soll künftig mehr Transparenz geben, nur noch einen Ansprechpartner und weniger aber modernere Flugzeuge und die machen auch weniger Lärm."
 

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