Bohnet und Knoblich auf der Clubheim-TerasseThema: 2011 - Auf zu neuen Ufern - Fliegerurlaub in den USA
Die folgenden Anregungen und Fotos stammen von Klaus Bohnet und Manfred Knoblich, die im vergangenen Herbst eine Reise nach St. Petersburg/Florida unternommen haben.  Urlaub, Motorflug-Pilotentraining und Tagesausflüge am Golf von Mexico, sie berichten von Lernerfolgen, Spaß und Abenteuern. Ihre Erzählungen und eine kleine Auswahl der mitgebrachten Fotos sprechen für sich. ACRN-Pressesprecher Raimund Waltenberg bekam schon mal leuchtende Augen, bei dem lebendigen Bericht. 

Vom Heimatflugplatz in Langenlonsheim aus sind Klaus und Manfred  bereits vorher des öfteren zusammen geflogen. Als sie von der Mitfliegersuche des Reise-Organisators Günter End vom LSV Osthofen auf dem Flugplatz Worms gehört haben, war schnell klar, dass Beide Interesse an der gemeinsamen Reise hatten... 

 

Sehr viel Werbung brauchte für die Reise ohnehin nicht gemacht werden, denn das Echo auf die Ankündigung einer Florida-Reise Mitte bis Ende Oktober 2010 war groß. Es wären wohl noch mehr gerne mitgekommen, doch die Teilnehmerschaft war auf 20 Personen begrenzt.  Der erfahrene Organisator solcher Reisen hatte sich mit einer Vorbereitungszeit von 6 Monaten schon frühzeitig um das ganze Drumherum gekümmert. Flugbuchungen, Einreiseerlaubnisse, Umschreiben der deutschen Lizenz, Unterkünfte, Flugschule vor Ort, Validation der US-Lizenz bei der FAA-Behörde und dergleichen mehr...

KeyWest InselchenKlausBohnet ManfredKnoblich kl

 

Davon haben Klaus, Manfred und die anderen Teilnehmer profitiert. "Hat auch alles bestens funktioniert," sagen Beide, "nur die 'Gruppenmäßige'-Validation, das war nicht so ganz das Ding der Amerikaner, aber die kleineren Haken und Ösen waren nicht wirklich ein Problem. Mit 1-1,5 Stunden Einzelcheck theoretischer Befragung durch den Beamten war alles OK." Aber, theoretische Einweisung, Flüge mit Stall-Übungen, Landungen ohne Klappen etc., Einige dachten, alles ginge schneller, als die benötigten zwei Tage. Die hatten sich möglichst viele Flüge vorgenommen. Wir meinen, man muss sich auch Zeit nehmen. Und so hatten wir unsere Flüge mit zwei bis drei Highlights, das sind schließlich die Dinge, die man nicht so schnell vergisst. Und, letztlich sollte es ja auch Urlaub sein, da waren Klaus und Manfred sich einig.

Gruppenfoto Floridareise 2010 Kueste entlangricht FortLauderdale kl

 

Alle zusammen, das waren etwa 24 Personen. Geflogen sind Manfred und Klaus stets als Zweier-Team und haben sich so ihren eigene Zeit- und Zielwunschplan realisiert.  Das lief so, sagen die Beiden: "Alle Gruppenmitglieder hatten Zugriff auf das Reservierungssystem  und konnte selbstständig planen. So gab es diverse Tagestrips und man hat sich dann Abends mit den Anderen getroffen, sich ausgetauscht und gut gegessen und auch mal gefeiert. Da gab es durchaus ein kleines Rahmenprogramm."

Appartement 2Wochen kl Ein Blick aus der Unterkunft zeigt, 'Treasure Island' ist eine feine Adresse der Region und die Appartementanlage nur wenige Meter vom feinsandigen Strand entfernt. Der Ausgangspunkt für die Flüge war nur ein viertel Stündch

en von den Wohnungen entfernt. Der Stadtflugplatz "Albert Whitted" downtown St. Petersburg an der Tampa Bay gelegen.

 

Cessna 182 Tagescharter

Die  Maschinen überwiegend 172er und 182er Cessnas sind alle ziemlich gleich gut ausgerüstet, "wirklich top", sagt Klaus. "GPS Garmin 1000, Antikollision. Auch Glasscockpit, meist schon reserviert, was  uns nichts ausmachte und

das für den supergünstigen Preis von 110 Dollar nass."

 

Klaus Bohnet im Cessna Cockpit

Natürlich gehört zu soeiner Reise eine gute Vorbereitung. Die gab es zum Teil in Seminaren in Bad Sobernheim. "Luftfahrtkarten, Luftrecht und Funksprechverfahren sind doch anders. Im Nachhinein können wir sagen, unsere Flugvorbereitung daheim  hätte noch etwas intensiver sein dürfen. Zum Beispiel Streckenvorbereitung mit Karten, so Manches haben wir erst in den USA gelernt", resümiert Klaus. Und dann zum fliegen selbst:"Funk ist schon ein wenig gewöhnungsbedürftig und Fliegen im Schnittpunkt dreier Großgebiete, (Flughafen Tampa, Orlando und Miami), da ist im Funk einiges los und zu beachten. Da ist klare Clearance angesagt. Alles in allem ist es sehr glatt gelaufen. Die  Fluglotsen sind äußerst freundlich und  bei 'say again' wird mit wirklich langsamen Wiederholungen reagiert. Das VFR fliegen mit Heading, Höhe, Vorgaben ist anders und sehr angenehm. Bei Überlandflügen muss man sich nicht mehr um so viel kümmern, wäre auch ein Modell für uns."

 

Inselverbindungsbruecken KeyWest Ozeanriesen am Kai Wohnort Landsend

 

Und so erzählen die Beiden von einer tollen Tour nach Cedar Key, einem sehr schönen kleinen Inselflugplatz. Von Venice, von den Everglades als einem "wirklichen Erlebnis" auf dem Weg nach Key West, vorbei an Inselketten, allesamt über viele Kilometer mit schnurgeraden Brücken verbunden. Ein später Rückflug von Keywest, mit Städten stimmungsvoll erleuchtet in der abendlichen Dämmerung.

Später Anflug St. Peterburg

Nicht nur das Fliegerische, auch vom Bodenprogramm gibt es  Berichtenswertes. "Jedenfalls w

ar der Oktober ein Top Zeitpunkt, in Florida nur schönes Wetter. Vom Strand aus haben wir Delfine gesehen. In einem Nationalpark exotische Vögel, Krokodile und Gürteltiere. Vor allem, ein nicht alltägliches Flugmuseum hat Manfred Knoblich begeistert. Da hat ein 'angenehm Verrückter' reicher Ami ein riesiges Vermögen investiert. Flugvorführungen und Oldtimer Leckerbissen gehören zum täglichen Showprogramm und auch intensive persönliche Unterhaltungen, wie Manfred zu berichten weiß. Etwa über den Fieseler Storch, ein original 2nd World War Modell, voll flugtüchtig. Von persönlichen Kontakten mit Gerhard Fieseler wird ihm erzählt. Auch, dass die Flugeigenschaften damals nicht einmal so hervorragend eingeschätzt wurden, da die Ruderdrücke zu hoch waren. Dennoch wurde das Modell für die Luftwaffe übernommen. Der Grund lag in den damals besonders gefragten und beim Fieseler Storch sehr überragend ausgeprägten STOL Eigenschaften, also sehr kurze Start- und Landewege. Es wurde  als Verbindungs-, Beobachtungs- und San

itätsflugzeug eingesetzt.

 

Fliegende Legende: Fieseler StorchDas 'Fantasie of Flight' Aircraft

Museum, ein sehenswerter Abstecher.

 

Muschel-Republik"Ich würde glatt noch einmal hinfliegen und die Tour so oder ähnlich wiederholen", meint Klaus. Ein blitzen ist in seinen Augen zu sehen als er noch nachschiebt: "Vor allem die langen Distanzen, das ist schon ganz anders als bei uns!" Auch Manfred pflichtet bei, "jawohl, es hat sich wirklich gelohnt, ich kann das nur weiter empfehlen. Allerdings, das nächste mal würde ich eine Herausforderung mit Bergen suchen.

Vielleicht von Nevada, runter nach Phönix

Arizona, über Minden, Carson Valley, Bryce Canyon, da war ich schon, wunderbar und eben auch bergig."

 

FOTO: Auf der Clubheimterasse in Langenlonsheim, gute Laune dank bester Erinnerungen an den USA Trip. Klaus Bohnet und Manfred Knoblich.

Ein großer Dank an Klaus und Manfred für ihren Bericht und die zur Verfügung gestellten Fotos. USA ist wieder mal seinem Ruf als Fliegerparadies gerecht geworden. Gesamt Organisator Günter End hat für die nächsten jahre weitere solcher Fliegerreisen angekündigt. Eine großartige Chance auch für Andere mal mitzumachen.