Alexander Faust - Frankfurt Airport in SichtCleared for Low Approach Runway 25C - Internationaler Airport Frankfurt

ACRN Mitglied Alexander Faust berichtet von einem "Ausnahmeflug"!
Selten genug kommt es vor, dass man sich dem Flughafen Frankfurt mit seinen ausgedehnten Lufträumen als Sichtflieger nähern kann. Ein Anflug auf den mit annähernd 500.000 Flugbewegungen pro Jahr größten deutschen Flughafen und eines der bedeutendsten Drehkreuze der Welt ist daher so gut wie unmöglich. So gleicht es für den Privatpiloten einem Lottogewinn, wenn an einem April-Tag mit besten Wetterbedingungen das Bodenpersonal der Lufthansa in einen ganztägigen Warnstreik tritt, dadurch nahezu alle Flugzeuge der Gesellschaft am Boden bleiben, und gleichzeitig der Beruf einen Feierabend lange genug vor Sonnenuntergang erlaubt, um die „Operation 4.000 Meter Asphalt“ zu starten. So lang ist jede der vier Start- und Landebahnen in Frankfurt, und damit mehr als 3.500 Meter länger die Graspiste im vergleichsweise beschaulichen Langenlonsheim...

Nach eingehender Flugvorbereitung ging es also am 22. April um 19:00 Uhr gleich nach dem Abheben in Langenlonsheim Richtung Osten mit direktem Kurs auf den Pflichtmeldepunkt mit dem Namen DELTA1, südlich von Frankfurt. Der Bitte um einen Anflug auf Sicht und den anschließenden Überflug der Piste in niedriger Höhe wurde – wie erhofft, aber nicht erwartet – an diesem Tag tatsächlich entsprochen und so konnte der Flug in 1.500 Fuß von DELTA1 aus Richtung Norden durch den Sektor Egelsbach, mit einigen Wechseln der Funkfrequenz und nicht ohne ein gewisses Maß an Vorfreude fortgeführt werden. „D-EADL, Runway 25C, cleared for low approach“, lautete die anschließende Freigabe vom Tower.

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So ging es also nach einer scharfen Linkskurve kurz vor der Landebahnschwelle mit einigem Tempo und in nur wenigen Metern Höhe über die Piste, vorbei an den „ganz großen Jungs“: Von Boeing 737 und Airbus A320 bis hin zu den Flaggschiffen der Lufthansa, Boeing 747 und Airbus A380. Trotz des Streiks geschäftiges Treiben: Rechts der Airbus einer portugiesischen Gesellschaft, der sich gerade auf den Start auf „unserer“ Piste vorbereitet, links eine Boeing, die soeben aus Südamerika kommend auf der Parallelbahn gelandet ist. Nach schier unendlichen – und gefühlt doch viel zu kurzen – vier Kilometern Asphalt ging es im Steigflug mit einer Rechtskurve Richtung Norden, die neue Nordwestbahn kreuzend. Und da wir ohnehin gerade „mittendrin statt nur dabei“ waren, wurde zum krönenden Abschluss der Weiterflug durch die Kontrollzone entlang des Mains, vorbei an den Hochhäusern der Frankfurter Innenstadt genehmigt, bevor es bei der abschließenden Landung in Langenlonsheim über den Kopfhörer hieß: „D-EADL, kein gemeldeter Verkehr“.

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