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AeroClub Aero Besucher  Foto: Karl WitscheFLIEGEN und HEIZEN, der Wankelmotor machts möglich und anderes Interessantes von der Messe Die Impulse, die von der Aero ausgehen, sind bemerkenswert und vielfältig. Kein Wunder, dass es im April ganze Scharen nach Friedrichshafen zieht, knapp 40 000 Besucher in diesem Jahr und auch der Aero-Club Rhein-Nahe war reichlich vertreten. Hier sind einige Impressionen und Tendenzen zusammengefasst.

Ganz subjektiv versteht sich, wie es auch aus der Überschrift heraus zu lesen ist, eben aus der Sicht von Vereinspiloten. Interessante Eindrücke von Karl Witsche, Herbert Honrath, Wolfgang Kaufmann, Stefan Simon und Franz-Josef Schneider. Fliegen oder Heizen, um damit einmal anzufangen, geht auf eine Bemerkung von Frajo Schneider zurück. Dahinter steckt die Firma Wankel Supertec, die in Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) neuartige Wankelmotoren entwickelt und baut. Anders als bei Drehkolbenmotoren mit Benzinversorgung (Avgas oder Mogas), die bereits länger eingeführt sind, geht es dabei um Vielstoffverwerter (Diesel/Kerosin oder auch Gas). Solche Wankelmotoren sind besonders effektiv und da hat Supertec die Nase vorn. Die auf der Aero gezeigte 3-Scheiben (Läufer) Version liefert knapp 70 PS pro Scheibe und kann zum einen als Blockheizkraftwerk eingesetzt werden und nach geringen Modifikationen zum anderen auch als Flugzeugmotor. Zur Erklärung: Blockheizkraftwerk, dabei wird durch Kerosin/Diesel Verbrennung Strom erzeugt und gleichzeitig kann die dabei freiwerdende thermische Energie zum Heizen verwendet werden. Marktreife wird in ca. 3 Jahren erwartet.
Schneller wird voraussichtlich die zweiten Produktfamilie der Firma in einem Flieger sein . Ein Ultraleichter Wankelmotor der nur 20-25 Kilogramm wiegt, und aus einem Kammervolumen von 350ccm mit nur einer Scheibe rund 50 PS herausholt. Eine doppelt so starke Zweischeiben Diesel Version soll schon bis Ende 2010 in Zusammenarbeit mit Fläming Air in ein Flugzeug integriert werden. Derartige Entwicklungen stammen ursprünglich aus militärischen Aufträgen, etwa für den Einsatz in unbemannten Drohnen. Das soll aber nun reichen, Freunde einer solchen effizienten und preisgünstigen Technik können sich Anfang Juni auf der ILA in Berlin noch einmal näher informieren.  Bei den Benzin-Wankelmotoren startete auf der Aero die schweizerische Motorenschmide Mistral Engines erste Verkaufsaktivitäten für einen 300 PS starken Wankel, der Ende 2010 eine FAA-Zertifizierung erhalten soll.
Was galt es sonst noch zu entdecken und worauf achtet man beim Rundgang? Zunächst viel erst einmal auf, dass  auf der Messe weniger Besucher waren, als im Vorjahr. Möglicherweise ist das aber nur eine subjektive Täuschung, da diesmal der Segelflug nicht vertreten war. Der ist laut planungsmäßigem Turnus alle zwei Jahre dran. Und „nahezu alles hat einen Preisschub bekommen, quer durch die Produktpaletten ist es teurer geworden“, bemerken Herbert und Karl unisono und weiter, „wenn man so durch die Hallen geht, achtet man schon mehr auf die Bezahlbarkeit beim Fliegen.“ Klar, dass demnach ein Schwerpunkt einmal mehr bei den ULs gelegen hat. Ohnehin ist die Sparte der Ultraleichtflugzeughersteller traditionell sehr stark auf der Aero vertreten.

Sirius_TL3000 Foto: Herbert Hohnrath

Tschechischer Composite-Schulterdeckers Sirius TL 3000

Das UL war schon 2009 vertreten Ein geräumiges Cockpit, bequemer Einstieg und ergonomische Steuerhörner ahmen die Illusion einer Cessna Skylane nach. 130 Liter Kraftstoff reichen für sieben Stunden Flug und 1400 Kilometer. Ab etwa 88000 Euro gibt es die Maschine als UL und als LSA-Version.

Diamond DA40 new generation Foto: Herbert Hohnrath

Die Diamond DA40 NG ist mit einem AE300-Vierzylinder-Jet-Fuel Motor ausgerüstet. Das AE in der Bezeichnung steht für Austro Engine.  Obwohl sie rund 130 Kilogramm schwerer als ihre Vorgängerversion ist, verfügt sie über eine höhere Zuladung.

Auch DA 40 mit Centurion Motoren können auf die neue AE300-Motorenversion umgerüstet werden. Die maximale Reisgeschwindigkeit liegt laut Diamond bei 170 Knoten.

Elektrische Antriebe, Elektro-Flugmotoren, die ihre Energie von Akkus, Solar- oder Brennstoffzellen bekommen sind zwar keine Zukunftsmusik mehr, aber alltagsfähig und damit  für Vereine interessant, sind sie noch nicht. „Immerhin versuchen sich einige Hersteller daran“ meint Herbert Honrath, „aber es ist noch zu früh. Aber das kommt, denn die Leistungen und Preise verbessern sich ständig.“  Für  Interessierte gab es die „E-Flight-Expo“ als Messe in der Messe.

Auch fällt auf, dass die gezeigten Ausführungen der Flieger meist in einer Grundausstattung angeboten werden. Fragt man nach Extras, so summieren die sich Kosten schnell zu stattlichen Beträgen. Herbert: "Beispielsweise Diamond Diesel boomen, dagegen werden kaum noch Lycoming in den USA verkauft."

WT9 Dynamic Cockpit Foto: Herbert HohnrathUnübersehbar, ist der Trend zu Glascockpits Sie sind mittlerweile Standard in vielen neuen Maschinen. Diese Bildschirminstrumente wurden in allen Varianten und Größen von zahlreichen Herstellern ausgestellt. Hier ein eingebautes Beispiel.

WT9 Dynamic Cockpit
Neue WT9 Dynamic Light Sport der Firma Aerospool aus der Slowakei
mit 600 kg MTOW

 Verteilt über die vier Messetage waren noch weitere Mitglieder des Vereins in den „heiligen Hallen“ von Friedrichshafen. Sie haben allesamt genug Gesprächsstoff für die Vereinstage und Abende mit nach Langenlonsheim gebracht. Wer den Weg nach Friedrichshafen nicht geschaftt hat, muß für die nächste Chance nicht mehr lange warten, denn seit diesem Jahr wird die Aero in Friedrichshafen jährlich veranstaltet. Also nur noch 11 Monate, dann ist es wieder so weit. Auch diese für unseren Verein und sicher auch für andere Vereine wichtige Information sei noch erwähnt. Bezüglich des LSA Cessna 162 Skycatcher bekamen unsere Messebesucher auf Nachfrage eine enttäuschende Mitteilung. Danach sei eindeutig AVGAS für den Motor vorgesehen, so die Auskunft. Damit ist unsere Bestellung beim Händler "Air Alliance" in Siegerland in Frage gestellt – zusätzlich ärgerlich war, dass dazu auch noch die Informationspolitik des Händlers für den Verein nicht zufriedenstellend war.

Zurück zur Messe, insgesamt resümiert der Veranstalter auch dieses Jahr "trotz Krise zufriedenstellend".  Ein ausführlicher Bericht über die Neuigkeiten der über 500 Aussteller würde den Rahmen eines Editorials sprengen. Wer mehr möchte, dem sei die Mai Ausgabe des aerokurier ans Herz gelegt - 12 Seiten Neuigkeiten von der Aero 2010 mit reichlich Fotos, das geht ins Detail.

Pipistrel Taurus Foto: Karl Witsche

Der Taurus ist ein eigenstartfähiger Segler des slowenischen Herstellers Pipistrel mit einem Rotax 503 Klapptriebwerk. Als  Side-by-side Cockpit kann er von beiden Sitzen geflogen werden. Beim Segeln nebeneinander zu sitzen, soll die Kommunikation und den Spaßfaktor verbessern! Weitere Merkmale:  Einziehbares Doppelfahrwerk.  Durch das Zweibeinfahrwerk kann man ohne fremde Hilfe rollen, starten und landen. 15-Meter-Flügel mit Winglets, 5-stufige Wölbklappen und effektive Schempp-Hirth, sowie ein Rumpf, der auch Auftrieb erzeugt, Gleitzahl 41. Im Taurus wird kein Fallschirm getragen. Im Notfall wird mit einem Zug am Auslösegriff das integrierte Rettungsgerät aktiviert.

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